Synergieeffekte nutzen

Moers. Lassen sich Einsparungen im städtischen Haushalt erzielen, wenn die Zusammenarbeit und die Aufgabenverteilung zwischen der Stadt Moers und den städtisch getragenen Gesellschaften optimiert wird?
Diese Frage soll nach den Vorstellungen der Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP eine aus Vertretern der Stadtverwaltung und der städtischen Töchter gebildete Arbeitsgruppe klären.

Der Hauptausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung am 8. Februar weiter mit der Thematik befassen.

Der Antrag im Wortlaut:
Die Verwaltung der Stadt Moers wird beauftragt, mit den städtisch getragenen Gesellschaften in Gespräche einzutreten, um ein Gesamtoptimierungskonzept zu erarbeiten, das mögliche Synergieeffekte einer Zusammenarbeit/Aufgabenneustrukturierung im gesamten kommunalen Verbund der Stadt Moers darstellt.

Zielsetzung dieses Gesamtoptimierungskonzeptes soll sein, vorrangig alle städtischen Geschäftsfelder hinsichtlich möglicher Synergiepotentiale zu überprüfen. Die sich aus der Untersuchung ergebenden Möglichkeiten sind auf der Basis von Machbarkeitsüberlegungen, die auch die rechtlichen Wirkungen beleuchten, darzustellen.

Um ein Optimum für den gesamten kommunalen Verbund (‚Konzern Stadt Moers’) zu erzielen, sind in diese Überprüfung alle städtischen Aktivitäten wie auch ausdrücklich die wesentlichen städtischen Beteiligungen einzubeziehen.

Im Blick auf die Organisation des Prozesses wird vorgeschlagen eine Arbeitsgruppe einzurichten, die aus Mitgliedern der Verwaltung und Vertretern der städtischen Töchter bestehen soll.

Es wird angeregt, dass das Projekt federführend durch ENNI erarbeitet wird.

Begründung:
Die Stadt Moers steht vor dem Hintergrund ihrer Haushaltslage vor der Aufgabe, möglichst zeitnah haushaltswirksame Entlastungen bzw. Effizienzsteigerungen zu erreichen.
Eine wesentliche Möglichkeit entsprechende Verbesserungen zu erzielen, ist die konsequente Überprüfung der Zuordnungen und die Organisation von städtischen Geschäftsfeldern insbesondere hinsichtlich möglicher Synergiepotentiale.
Die Verlagerung von Tätigkeiten und Leistungen, insbesondere aus dem klassischen städtischen Verbund in städtische Gesellschaften, kann – wie viele Beispiele in anderen Städten zeigen – u.a. zu folgenden Vorteilen führen:
– bessere Bewältigung des Investitionsbedarfs durch höhere Finanzkraft
– verbesserte Einkaufskonditionen
– Einbeziehung von privatem und unternehmerischem Know-how
– Reduktion der Fremdleistungskosten
– Vermeidung von Doppelarbeiten
– intensivere Kundenorientierung
– Schnittstellenreduzierungen
– bessere Ressourcenauslastung
– schlankere Ablauforganisation
– niedrigere Steuerbelastungen
Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.