Innenstadtentwicklung: Bereich um Post und Königlichen Hof soll weiter entwickelt werden

SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Reimann

Moers. Die Ratsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP haben sich festgelegt: Standort für ein neues Einkaufszentrum in der Innenstadt soll der Bereich Post/Königlicher Hof werden. Einen entsprechenden Antrag der drei Fraktionen, die über die Mehrheit im Moerser Rat verfügen, wird in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am 9. Mai beraten. SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Reimann stellt klar, dass mit dieser Standortfestlegung keine Entscheidung über einen möglichen Investor getroffen wird.
In ihrem Antrag beauftragen die Kooperationsfraktionen die Verwaltung, die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich des Königlichen Hofes vorzubereiten. SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP formulieren auch wichtige Bedingungen, die mögliche Investoren zu beachten haben: Das neue Einkaufszentrum ist so zu dimensionieren, dass die Existenz der Einzelhändler in der Innenstadt nicht gefährdet wird. Der Neubau sollte wenn möglich auch eine ebenerdige Verbindung zur Grafschafter Passage erhalten. Weiter ist ein Verkehrskonzept zu erstellen und der Investor hat für ein angemessenes Parkplatzangebot zu sorgen. Auch eine finanzielle Beteiligung des Investors an der Neugestaltung des Platzes Königlicher Hof erwarten die Kooperationsfraktionen.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Reimann führt zur Begründung der Standortentscheidung aus, dass für die SPD die Beseitigung der unbefriedigenden städtebaulichen Situation im Bereich Postgebäude und Kautzstraße Priorität hat. Gegen den konkurrierenden Vorschlag, ein Einkaufszentrum im Bereich des Neuen Walls zu errichten, spreche auch, so Reimann weiter, dass dadurch die erst im September 2006 im moersKonzept/masterplan innenstadt formulierten Ziele nicht mehr erreichbar wären. Beispielhaft nennt der SPD-Fraktionschef hier die Verlegung der Bushaltestellen auf den Neuen Wall und die Umgestaltung des Königssees in eine aufgeweitete Grabenanlage. Damit diese Pläne zeitnah umgesetzt werden, beauftragen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP die Verwaltung in einem zweiten Antrag, einen städtebaulichen Wettbewerb für die Neugestaltung dieses Bereiches vorzubereiten.