SPD unterstützt Kampf gegen Kiesabbau

Moers. Der Ausschuss für Stadtentwicklung der Stadt Moers hat am Donnerstag einstimmig auf Antrag der SPD-Fraktion weitere Auskiesungen im Stadtgebiet Moers abgelehnt. SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Reimann: "Wir unterstützen damit die Initiativen der Bevölkerung insbesondere in Kapellen gegen geplanten weiteren Kiesabbau. Schon heute sehen einige Bereiche von Moers wie ein Schweizer Käse aus. Das darf so nicht weitergehen.“
Der Regionalrat der Bezirksregierung Düsseldorf will den Regionalplan ändern und damit unter anderem langfristige Regelungen zum Kiesabbau treffen. So sollen zwischen Kapellen und Neukirchen große Flächen zu Sondierungsbereichen für künftige Grabungsbereiche werden. „Das bedeutet,“ so Karl-Heinz Reimann weiter, „das hier Bereiche für eine spätere Abgrabung reserviert werden sollen und somit eine andere Entwicklung dieser Flächen unmöglich wird. Dagegen kämpfen wir.“
Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat jetzt eine Stellungnahme der Stadt Moers zur Änderung des Regionalplanes beschlossen, in der es unter anderem heißt: „Gegen die im Stadtgebiet Moers zusätzlich dargestellten Flächen bestehen nach wie vor große Bedenken. Auch die noch wenigen Abgrabungsflächen, die im gültigen GEP im Bereich Kohlenhuck dargestellt sind, führen zu erheblichen Belastungen. Obwohl diese Flächen seinerzeit von der Stadt Moers vorgeschlagen wurden und der Bezirksplanungsrat sich damals dieser Auffassung angeschlossen hatte, ist dieses unter heutiger Betrachtung kritisch zu sehen. Deshalb werden weitere Auskiesungen im Stadtgebiet Moers abgelehnt.
Bei den dargestellten Flächen handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen die durch Abgrabungen dauerhaft der Landwirtschaft verloren gingen, Flächen die die Landwirtschaft hier am Niederrhein für ihr Überleben unbedingt benötigt. Auch ist der Aspekt der lebenswichtigen Ressource Grundwasser zu berücksichtigen. In den bisherigen Unterlagen ist keine Abwägung der landwirtschaftlichen Flächenansprüche mit denen der Kieswirtschaft zu erkennen.“