SPD: KRZN-Umzugspläne sind unfreundlicher Akt gegenüber Moers

SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Reimann
SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Reimann stellt Zusammenarbeit mit KRZN in Frage.

Moers. Mit großer Verwunderung hat die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Moers heute ein Schreiben von Bürgermeister Norbert Ballhaus an Landrat Dr. Ansgar Müller zur Kenntnis genommen. Dem Schreiben ist zu entnehmen, dass hinter dem Rücken der Stadt Moers Gespräche über eine Verlagerung des kommunalen Rechenzentrums Niederrhein von Moers nach Kamp-Lintfort geführt werden.
SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Reimann bewertet diesen Vorgang aus Sicht der Stadt Moers als unfreundlichen Akt: „Für uns Moerser Sozialdemokraten ist seit Jahren der wir-4-Gedanke bei wichtigen Entscheidungen maßgebend. Deshalb fühlen wir uns jetzt verschaukelt. Wenn dieser Umzug tatsächlich zur Realität wird, werden damit keine neuen Arbeitsplätze in der wir-4-Region geschaffen, es erfolgt nur eine Verlagerung. Das würde für Moers ein leer stehendes Verwaltungsgebäude am Drennesweg und ein in weiten Teilen leer stehenden wir-4-Verwaltungsgebäude am Genender Platz und damit ein leer stehendes Symbolgebäude für wir 4 zur Folge haben.“
„Aus den genannten Gründen,“ so der SPD-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Reimann weiter, „müssen wir uns ernsthaft mit der Frage auseinandersetzen, ob der Bezug unseres Handelns auf die wir-4-Region noch sinnvoll ist. Genauso müssen wir uns die Frage stellen, ob die Stadt Moers mit dem KRZN zukünftig noch vertrauensvoll zusammenarbeiten kann oder ob man auch hier über Veränderungen nachdenken muss. Ein partnerschaftliches Vorgehen heißt für uns vertrauensvoll miteinander umgehen und nicht hinter dem Rücken der Stadt Moers vollendete Tatsachen schaffen.“