Einstimmig gegen weiteren Kiesabbau

Einstimmig hat sich der Rat der Stadt Moers in seiner jüngsten Sitzung gegen weiteren Kiesabbau im Stadtgebiet ausgesprochen. Die Resolution richtet sich insbesondere an die Landesregierung, vor der die Moerser Ratsfraktionen eine Änderung des Landesentwicklungsplans fordern, die eine Eindämmung des Kiesabbaus ermöglicht.

Die von den sechs im Rat der Stadt Moers vertretenden Fraktionen gemeinsam eingebrachte Resolution im Wortlaut:

„Die Fraktionen im Rat der Stadt Moers sprechen sich einstimmig gegen weitere Auskiesungen im Stadtgebiet Moers aus, die im Rahmen der 51. Änderung des Regionalplanes (GEP 99) ermöglicht werden sollen.
Berücksicht man die Zahlen des Rohstoffmonitorings (Versorgungszeitraum ca. 24 Jahre) und rechnet die Darstellung der Reservekarte hoch (weitere 25 Jahre) ist mit einer Bindung von ca. 50 Jahren gegenüber des in der Stadtplanung üblichen Betrachtungszeitraumes von 15 bis 20 Jahren eine deutliche Benachteiligung der Kommunen und damit ein unzumutbarer Eingriff in die Planungshoheit der Gemeinden verbunden. Hier ist eine deutliche Verringerung auf einen Zeitraum von insgesamt max. 25 Jahren durch Änderung der Vorgaben des Landesentwicklungsplans (LEP) und GEP vorzunehmen.
Bei den dargestellten Flächen handelt es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen, die durch Abgrabungen dauerhaft verloren gingen, Flächen, die die Landwirtschaft am Niederrhein für ihr Überleben unbedingt benötigt. Auch der Aspekt der lebenswichtigen Ressource Grundwasser muss berücksichtigt werden.
Eine Erweiterung der Abgrabungsfläche würde zu einer unzumutbaren Mehrbelastung der Bürgerinnen und Bürger durch Lärm und Staub führen. Die bereits bestehenden verkehrlichen Problemlagen würden durch zusätzlichen Schwerlastverkehr verstärkt bzw. zeitlich erheblich verlängert.
Der Rat der Stadt Moers fordert, dass die im GEP 99 dargestellte Abgrabungsfläche nicht durch die 51. Änderung des Regionalplanes erweitert wird und die zusätzliche Darstellung in der Erläuterungskarte, die das Stadtgebiet Moers betrifft, entfällt.“