Neue Entwicklungschancen für die Jugendkultur

Moers. Der Rat der Stadt Moers hat in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP die Verlagerung des Jugendkulturzentrums Volksschule vom Südring in den Bahnhofsbereich beschlossen. Dort soll ein Gebäude, das bisher als Lagerhalle genutzt worden ist, von der Stadtbau Moers zu einem Jugendkulturzentrum umgebaut werden. Damit entspricht der Rat einem Wunsch des Vereins zur Förderung der Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Wesel e.V. Der Trägerverein des Jugendkulturzentrums sucht seit langem ein neues Quartier für die „Volksschule“.
SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Reimann nannte die Ratsentscheidung „zukunftsorientiert im Interesse der Jugendlichen“. Es sei wichtig, dem Jugendkulturzentrum neue Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Auch Thomas Wenzel (SPD), Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, unterstrich in der Ratssitzung die Notwendigkeit, mit dem neuen Standort bessere Voraussetzungen für jugendkulturelle Arbeit zu schaffen.
Im Juni vergangenen Jahres hatten die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP nach Gesprächen mit Vertretern des Jugendkulturzentrums die Verwaltung beauftragt, das Bahnhofsumfeld als möglichen neuen Standort der „Volksschule“ zu prüfen. Hintergrund sind die sehr beengten räumlichen Verhältnisse am Südring. So machte Volksschul-Geschäftsführerin Wenke Seidel während der Beratungen im Jugendhilfeausschuss im vergangenen Oktober deutlich, dass das derzeit genutzte Gebäude am Südring zwar für Jugendkulturarbeit nutzbar, aber nicht ideal sei. Der neue Standort hingegen scheine ideal, vor allem weil ein größerer Veranstaltungsbereich geschaffen werden könne.
Die weiteren Planungen sollen jetzt in enger Abstimmung zwischen Stadtbau, Trägerverein und Stadt erfolgen. Der Jugendhilfeausschuss wird den Prozess politisch begleiten.