Umsetzung des Sporthallen- und Bäderkonzeptes

Der Sport, sowohl in der organisierten Struktur der Vereine als auch unorganisiert, ist unverzichtbarer Bestandteil kommunalen gesellschaftlichen Lebens. Er ermöglicht eine Vielzahl von sozialen Kontakten und dient der Aufrechterhaltung und Verbesserung der Gesundheit. Der Sport ist vor allem für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen eine wichtige Freizeitgestaltung, die dem Bewegungsmangel und daraus entstehenden gesundheitlichen Problemen entgegenwirkt.
Sport trägt wesentlich zur Integration der ausländischen Mitbürger bei und fördert den Abbau von Vorurteilen. Aufgrund der hohen sozialen Leistung betrachten wir auch Sportförderung als kommunale Pflichtaufgabe.
Um auch in der Zukunft Sportstätten für die in Vereinen organisierten Sportlerinnen und Sportler in ausreichender Zahl und Qualität vorrätig zu halten, sind intensivere und auch organisierte Formen von Kooperationen der Vereine notwendig. Analog zum Moerser Leitbild, ist es für Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten eine wichtige Aufgabe die „Vereins- und Kooperationsstrukturen zu fördern und das damit einhergehende ehrenamtliche Engagement zu unterstützen“.

1.Als Sofortmaßnahme ist am Standort Solimare eine Hallenschwimmmöglichkeit für Schulen, Vereine und Öffentlichkeit herzustellen, die im Herbst 2008 in Betrieb gehen kann.

2.Die Verwaltung wird beauftragt, als weitere Sofortmaßnahme kurzfristige Ausweichmöglichkeiten für den Hallensport sicherzustellen.

3.Am Standort des Sportzentrums Rheinkamp wird ein neues Hallenbad errichtet mit den Schwerpunkten Schule, Schwimmvereine und Öffentlichkeit.

4.Am Standort des Sportzentrums Rheinkamp werden die dort erforderlichen Sporthallenkapazitäten neu gebaut.

5.Am Standort Solimare wird das Konzept Solimare 2.0 umgesetzt.

6.Das Bettenkamper Meer ist auf Grund seines Alleinstellungsmerkmals zu erhalten. Eine Trägerschaft ist zu prüfen.

7.Das Lehrschwimmbecken in Kapellen bleibt erhalten. Dabei ist ein wesentlicher Gesichtspunkt, dass bei Erhalt der Schwimmmöglichkeit in Kapellen insbesondere für die Schulen Fahrtkosten und Fahrtzeiten entfallen.
Den Vereinen soll weiterhin die Nutzung ermöglicht werden.

8.Bei der Realisierung der Gebäudekomplexe am Sportzentrum Rheinkamp ist sicherzustellen, dass die Infrastruktur so geplant wird, dass übergangslos der Bau eines Naturfreibades angeschlossen werden kann. Die langfristige Möglichkeit eines Naturfreibades im Kontext mit Barfußpfad und Jungbornpark soll weiterhin Bestand haben. Möglichkeiten einer Trägerschaft sind zu prüfen.

9.Der Gebäudekomplex Tennishalle/Eishalle soll notwendigerweise so verändert werden, dass die Benutzung der Eishalle für die Saison 2008/2009 gesichert ist. Der Vorstand des Schlittschuhclubs wird wie von ihm selbst vorgeschlagen, gebeten, ein betriebswirtschaftliches Konzept für die Folgejahre zu erarbeiten.

10.Die Vollkosten für Betrieb und Unterhaltung der Sporthallen für die Schul- und Vereinsnutzung sind durch die Stadt Moers zu decken.