Freiwillige Regulierung schließt keine Lohnlücken

Anlässlich des Vorschlags der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die Lohndifferenz von Frauen und Männern mit Hilfe von freiwilliger Selbstregulierung zu bekämpfen, erklären die Jusos:

Die Bundesfamilienministerin von der Leyen verweigert sich einer ernsthaften Lösung, um die eklatante Lohnlücke von bis zu 24% zwischen Frauen und Männern zu schließen. Der freiwillige Einsatz eines Computerprogramms, wird die Gleichstellung nicht voran bringen. Bereits die gescheiterte freiwillige Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, die für mehr Frauen in Führungspositionen sorgen sollte, hat gezeigt, dass freiwillige Selbstregulierung keine Lösung des Problems ist. Die Bundesfamilienministerin verhindert damit weiterhin, dass die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung, wirklich durchgesetzt wird.

Wir Jusos fordern eine gesetzliche Regelung. Auch die Überprüfung der Berufsbilder mit diskriminierungsfreien Bewertungsverfahren muss verpflichtend für die Tarifparteien sein.