Im Interesse der Sicherheit: Der Feuerwehr muss geholfen werden!

“Ich bin sicher, dass jedes Ratsmitglied ohne wenn und aber sich für die Belange der Feuerwehr einsetzt“, äußert sich Karl-Heinz Reimann.

Die Versicherungssituation der im Dienst der Sicherheit der Menschen stehenden Freiwilligen Feuerwehr(en) nicht nur in Moers, weist offensichtlich gravierende Mängel auf, die im Interesse des Gemeinwohls und zum Schutz der Feuerwehrmänner gelöst werden müssen, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD Karl-Heinz Reimann.

Seit einigen Wochen ist die durch die unkooperative Haltung der Unfallversicherung verursachte Problematik – hier speziell der „Fall“ des Moersers Krothofer – bekannt und zu missbilligen.

Die SPD Fraktion unterstützt Herrn Krothofer, die Feuerwehr und die Verwaltung nachdrücklich in dem Bemühen, Unfallschutz gewährt zu bekommen und weiteren Schaden am gemeinwohlorientierten freiwilligen Feuerwehrdienst abzuwenden.

“Ich bin sicher, dass jedes Ratsmitglied ohne wenn und aber sich für die Belange der Feuerwehr einsetzt“, äußert sich Karl-Heinz Reimann.

Um die Lösung des Sachverhaltes weiter voran zu bringen und Bewegung in den nicht nachvollziehbaren „Fall“ des freiwilligen Feuerwehrmannes Krothofer zu bekommen, hat unser Fraktionsmitglied Ibrahim Yetim – Mitglied des Landtages NRW (MdL) – den zuständigen Innenminister des Landes Nordrhein Westfalen Ralf Jäger angeschrieben und ihn um Unterstützung gebeten. (Der originale Wortlaut folgt unten)

Die Verwaltung der Stadt Moers hat aus Sicht der SPD Fraktion schon aus Fürsorgeverpflichtungsgründen allen Feuerwehrleuten gegenüber die Aufgabe, sich in der Sache für Herrn Krothofer einzusetzen und Hilfestellung zu leisten.

Die SPD Fraktion erwartet, dass die Verwaltung im kommenden Hauptausschuss auf den Sachverhalt eingeht und Aussagen zu ihrer weiteren Vorgehensweise im Interesse der freiwilligen Feuerwehr und Herrn Krothofer darstellt.

Hier der originale Wortlaut von Ibrahim Yetim an Ralf Jäger:

Herrn Minister Ralf Jäger
Ministerium für Inneres und Kommunales NRW
Haroldstraße 5
40213 Düsseldorf

Düsseldorf, 16. Oktober 2012

Anerkennung von Arbeitsunfällen freiwilliger Feuerwehrleute durch die Unfallkasse NRW

Sehr geehrter Herr Minister Jäger,
lieber Ralf,
der freiwillige Feuerwehrmann Guido Krothofer aus Moers erlitt am 30.
September 2011 bei einer vorgeschriebenen Belastungsübung zum Tragen von schwerem Atemschutz beim Überschreiten eines Hindernisses einen Bänderabriss am linken Knie.
Die Verletzung musste zwar nicht operiert werden, führte aber zu einem
Dienstausfall vom 4. Oktober bis zum 22. Dezember 2011, während dem Herr Brandinspektor Krothofer seinem Beruf als selbstständiger Dachdeckermeister nicht nachgehen konnte. Durch das Einsetzen einer notwendigen Vertretungskraft entstanden Herrn Krothofer somit insgesamt Kosten von über 9.300 Euro.

Bei der Unfallkasse NRW als Versicherungsträger der freiwilligen
Feuerwehren wurde der Unfall von Herrn Krothofer fristgerecht angezeigt. Allerdings lehnte diese die Anerkennung des Unfalls ab, da nach ihrer Aussage eine Vorschädigung des in der Einsatzübung verletzten Knies vorgelegen habe.
Laut Aussage von Herrn Krothofer ist an diesem Knie vor dem Unfall jedoch nie eine Verletzung oder Schädigung festgestellt worden.
Herr Krothofer hat deshalb gegen den Ablehnungsbescheid der
Landesunfallkasse Rechtsmittel eingelegt und sich bis zum abschließenden Urteil dieses Prozesses vom freiwilligen Feuerwehrdienst beurlauben lassen.

Für die freiwilligen Feuerwehren in Moers und in NRW insgesamt bedeuten Fälle wie der von Herrn Krothofer ein großes Problem: Wenn für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren nicht sichergestellt werden kann, dass die Unfallkasse die Folgen eines Unfalls, der im Rahmen der Wehrtätigkeit geschieht, trägt, wird sich das negativ auf die Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehrleute ausüben.

Wenn die Unsicherheit bei diesen engagierten Menschen zu jedem Einsatz mitfährt, wird es in Zukunft schwieriger werden, noch interessierte Freiwillige für dieses wichtige Ehrenamt zu gewinnen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Dein Haus zur Klärung des Sachverhaltes des Versicherungsschutzes von freiwilligen Feuerwehrleuten beitragen und im konkreten Fall von Herrn Krothofer eine Lösungsmöglichkeit aufzeigen
könnte.

Über eine Antwort von Dir wäre ich sehr erfreut.
Mit freundlichen Grüßen
Dein
Ibrahim Yetim MdL