Informationsveranstaltung „150 Jahre SPD“ mit Dr. Jürgen Schmude als Referenten

Wer konnte aus dem reichen Erfahrungsschatz besser berichten, als ein Bundesminister a. D., der von 1976 – 1982 Minister für Bildung und Wissenschaft, Justiz und Inneres unter Bundeskanzler Helmut Schmidt war.

So berichtete Jürgen Schmude über die Anfänge der SPD und wie er vor mehr als 55 Jahren in die SPD eingetreten ist. Er sprach über die Zeit vor dem 1. Weltkrieg und erinnerte daran, dass die SPD es schwer hatte nach der Machtergreifung Hitlers 1933 noch weiter zu existieren.

Oft war es für die SPD-Mitglieder lebensgefährlich. Er erinnerte daran, dass das Haus, in dem er seinen Vortrag hält, „Fritz-Büttner-Begegnungsstätte“ heißt. Das Haus wurde
nach Fritz Büttner benannt, den er als Bundestagsabgeordneter ablöste und dessen Vater in Duisburg im Gefängnis umgebracht wurde.

Er sprach auch über Hermann Runge, der Parteisekretär und von Beruf Brotfahrer war. H. Runge hatte SPD-Schriften verteilt und war dafür wegen Hochverrat verurteilt wurde. Er konnte allerdings gegen Ende des Krieges fliehen. Hermann Runge wurde Mitglied des parlamentarischen Rates und hat am Grundgesetz mit gearbeitet. Er war von 1949 bis 1957 Bundestagsabgeordneter und ist 1975 verstorben.

Jürgen Schmude sprach über Herbert Wehner, Johannes Rau, Willy Brandt und auch über Gerhard Schröders Agenda 2010 und die Hartz-IV-Gesetze.

Nach seinem Vortrag gab es lang anhaltenden Beifall der 58 anwesenden Teilnehmer. „Das gab es bei der AG60plus noch nie“ sagte der Vorsitzende Hans-Peter Heckmann.