Seniorenbegegnungsstätten – Innovative Seniorenarbeit

Im Jahr 2010 haben Stadt, Verwaltung und die Träger der Einrichtungen, begleitet von der Fachhochschule Dortmund, gemeinsam das Projekt „Innovative Seniorenarbeit“ auf den Weg gebracht. Vor rund 40 Jahren wurden die Senioreneinrichtungen in Moers von uns ins Leben gerufen. Seitdem hat sich viel verändert, die sogenannten „Alten“ von heute sind länger aktiv, wollen und können viel länger in ihren eigenen vier Wänden leben. Die Rentnerin und der Rentner mit 65 haben andere Interessen als die mit 85. Innovative Seniorenarbeit soll die Senioreneinrichtungen in Moers für die heutige und zukünftige Wirklichkeit fit machen und ihren Bestand langfristig sichern. Das Forschungsinstitut Greagogik Dortmund hat dazu zusammen mit der Freien Wohlfahrtspflege NRW, der alle Träger, AWO, Diakonie, Caritas angehören, ein partizipatives Leitbild: „Leben und Lernen im Alter“ entwickelt. Die vierjährige, gemeinsame Umsetzungs- und Prüfungsphase aller Senioreneinrichtungen in Moers gemeinsam mit den jeweiligen Trägern hatte nie das Ziel Einrichtungen zu schließen, das wäre ja auch angesichts der demografischen Entwicklung nicht zu verstehen gewesen. Erst das HSP, der Haushaltssanierungsplan hatte zur Folge, dass die Bewertung der bestehenden Einrichtungen auch die Schließung einiger zur Konsequenz gehabt hätte, damit die durch den HSP gedeckelten Zuschüsse vorrangig den Einrichtungen zu gute kommen, die besonders gut und zukunftsfähig bewertet wurden. Die SPD will keine Einrichtungen schließen und hält ein solches Vorgehen mit Blick auf die immer älter werdende Bevölkerung für unverantwortlich. Die Einrichtungen, die schlechter bewertet wurden, sollen die Chance bekommen aufzuholen. Das alles wird ohne eine Aufstockung der Mitte nicht gehen. Die SPD hält hier eine Anhebung der Vergnügungsteuer für Spielautomaten um 2 Prozentpunkte für den richtigen Weg. Jeder Tag, jeder Monat, jedes Jahr, den unsere Senioren unterstützt durch unsere Senioreneinrichtungen ihr Leben in den eigenen vier Wänden selbst aktiv gestalten können und nicht stationär untergebracht werden müssen, spart hohe Kosten. Dieser Weg entspricht unseren Vorstellungen von einem menschenwürdigen Umgang mit unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern und von einem selbstbestimmten Leben im Alter.