Straßenlaternen- Nachtabschaltung- Eine Einladung an Einbrecher?

Die Abschaltung erfolgt im Zeitraum von Montag bis Freitag in der Zeit von 1:00 Uhr bis 3:30 Uhr. Wer ist an Werktagen um diese Zeit noch unterwegs? In der Nacht zu einem Feiertag erfolgt keine Abschaltung. Fußgängerüberwege werden weiterhin beleuchtet. Die Verwaltung rechnet damit, dass ca. 125.000 Euro Stromkosten eingespart werden können, mal ganz abgesehen von der Reduzierung des jährlichen CO2-Ausstoßes um einige hundert Tonnen.
Alle Kommunen, die diese Sparmaßnahem bereits praktizieren, haben uns auf Anfrage bestätigt, dass es in diesem Zusammenhang zu keinem Anstieg der Kriminalität gekommen ist. Es gab von den Bürgerinnen und Bürgern auch nur anfangs viele Fragen, aber keine dauerhaften Beschwerden. Zu Wohnungseinbrüchen kommt es in der Regel leider eher tagsüber.
Die heutigen PkWs haben alle eine Standlichtschaltung, die die Batterie nur ganz gering belastet und bedenkenlos eingeschaltet bleiben kann. Bei älteren Fahrzeugen gibt es zusätzlich, alternativ, die Möglichkeit eine Parkwarntafel hinter die Windschutzscheibe zu stellen, wie man sie von LKWs und Anhängern kennt.
Mit der Einführung der LED-Beleuchtung kann dieser Spareffekt nicht erzielt werden, die kommt sowieso und ist schon im vollen Gange. In Moers wurden bereits über 400 LED-Leuchten installiert, allein dadurch konnten, trotz der Verdoppelung des Strompreises seit 1996, die Kosten nahezu auf gleichem Niveau gehalten werden.
Die Gesamtkosten für die Installation der Nachtabschaltung werden in Moers auf ca. 180.000 Euro geschätzt. Nach nur 1,5 Jahren und bringt das dann den vollen Einspareffekt von ca. 125.000 Euro im Jahr. Dabei sind Zuschüsse vom Land noch nicht eingerechnet, die verkürzen den Zeitraum der Amortisation.

Kann Moers auf diese Sparmaßnahmen wirklich verzichten?