Dienstleistungszentrum in Moers nicht schließen

Mark Rosendahl, SPD-Fraktionsvorsitzender
Mark Rosendahl, Fraktionsvorsitzender
Harald Hüskes
Harald Hüskes, Stadtverbandsvorsitzender

Zu den Überlegungen, das Kraftfahrzeugzulassungs- und Führerscheinstelle in Moers zu schließen, äußert sich der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Harald Hüskes kritisch: „Der Service des Kreises Wesel ist bislang sehr bürgerfreundlich. Davon abzurücken wäre das falsche Signal. Die Schließung der KFZ-Stelle würde für die Bürger/innen aus Moers und den Nachbarstädten eine große Belastung bedeuten. Das Einzugsgebiet von Moers ist sehr groß, all diese Bürger/innen müssten dann nach Wesel fahren, für uns als SPD eine Zumutung. Auch in Zeiten von Sparzwängen darf man die Bürgerfreundlichkeit nicht außer Acht lassen. Schon die Samstagsschließung war ein Einschnitt, weitere Kürzungen in diesem Bereich sollten vermieden werden.“

Der Moerser SPD-Fraktionsvorsitzende Mark Rosendahl lehnt die von der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) vorgeschlagene Schließung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ab. Denn die mögliche Streichung einer Stelle durch Wegfall des doppelt vorgehaltenen Info-Points würde konterkariert durch die Notwendigkeit, in Wesel erst mal die räumlichen Voraussetzungen zu schaffen. Es müsste also in Wesel ein Neubau mit Millionenkosten geschaffen werden. Mark Rosendahl kritisiert den unkritischen Umgang der Kreistagsmehrheit mit dem GPA-Bericht: „Anhand dieses „Schildbürgerstreichs“ sollte die Jamaika-Koalition im Kreistag Wesel noch mal genau prüfen, ob die von ihr gefeierten GPA-Vorschläge sich im Einzelfall nicht als kontraproduktiv erweisen.“ Der Landrat Dr. Ansgar Müller hatte auf die Folgen aufmerksam gemacht. Das kann man ihm nicht vorwerfen, sondern ergibt sich aus seiner Informationspflicht. Mark Rosendahl sieht die feindselige Haltung der Kreistagsmehrheit aus CDU, FDP und Grünen im Kreistag gegenüber dem Landrat als großes Hemmnis eines konstruktiven Dialogs zum Wohle der Städte und der Bürger/innen. Harald Hüskes und Mark Rosendahl haben einen Wunsch zum Jahreswechsel: „In Moers pflegen wir einen parteiübergreifenden Stil der Kooperation und des sachorientierten Streits um Inhalte. Das wünschen wir uns zukünftig auch für den Kreis Wesel.“