Bürger sprechen sich gegen eine Schließung der Kfz-Zulassungsstelle aus

Bei Schneegestöber nutzten am Freitag und Samstag 141 Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich am SPD-Stand zu einer möglichen Schließung der Kfz-Zulassungsstelle in Moers zu äußern. Gerade mal eine Stimme fand sich, die sich für die Schließung aussprach. Ein eindeutiges Ergebnis, das der sogenannten Jamaikakooperation im Kreistag zwischen CDU, GRÜNEN und FDP/VWG zu denken geben sollte. Anja Reutlinger, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rheinkamp, erklärte: „Viele empfinden den Vorschlag, die Zulassungsstelle in Moers zu schließen, typisch für eine bürgerferne Politik, die die Interessen der Bürgerinnen und Bürger ignoriert, sie einfach übergeht.“ Silvia Rosendahl, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rheinkamp, sagte: „Wie sollen unsere Bürgerinnen und Bürger das verstehen: längere Wege und längere Fahrtzeiten? Dann heißt es wieder: die Politik kümmert sich nicht um uns. Wenn gespart wird, dann auf unsere Kosten. Sicher ist unsere Umfrage nur ein Stimmungsbild, aber eines, das zu denken geben sollte. Besonders die GRÜNEN auf Kreisebene sollten öffentlich erklären, dass sie dagegen sind. Denn sowohl längere Wege als auch ein in Wesel dann nötiger Neubau widersprechen jeglichem Umweltbewusstsein. Wenn dieser Schildbürgerstreich nicht rasch in der Versenkung verschwindet, werden wir in Moers auch die mittelständischen Unternehmen im Kfz-Gewerbe um eine Stellungnahme bitten, welche wirtschaftlichen Auswirkungen eine Schließung der Kfz-Zulassungsstelle für ihr Unternehmen hätte.“