Volksbegehren „G 9 Jetzt“

Der Vorsitzende des SPD Stadtverbandes Moers Harald Hüskes

Der Vorsitzende des SPD Stadtverbandes Moers Harald Hüskes äußert sich kritisch zu dem Volksbegehren „G 9 Jetzt“
Hüskes dazu: „Wir stimmen mit den Initiatoren des Volksbegehrens überein, dass das G8 dringend überarbeitet werden muss, um von den SchülerInnen den Druck zu nehmen. Doch mit der Unterschrift unter dieses Volksbegehren unterschreibt man wesentlich mehr“. Das Volksbegehren stellt sich gegen den Ganztagsunterricht, dadurch werden Alleinerziehende und Eltern, bei denen beide arbeiten, wieder benachteiligt. Die Ressourcen, die für das zusätzliche Schuljahr an Gymnasien notwendig sind, sollen zum Hohn auch noch von den anderen Schulformen abgezogen werden. Die Schüler dort werden dadurch schlechter gestellt.
Eine Reform des G8 ist längst überfällig, aber nicht auf Kosten der Alleinerziehenden und Familien, bei denen beide Elternteile arbeiten. Es muss ein Konzept entwickelt werden, die Schüler abhängig von ihrem persönlichen Lerntempo zum Abitur kommen. Das könnte z.B. eine sechsjährige Sekundarstufe mit einer flexiblen Oberstufe von zwei bis vier Jahren sein, für die sich DGB und GEW seit Jahren einsetzen. Dadurch würde auf dem Weg zum Abitur viele Stress für alle vermieden. Wir als SPD sagen ganz klar „Ja“ zu einer Reform des G8 aber „Nein“ zu diesem Volksbegehren.