Kurzarbeitergeldverordnung greift zu kurz meint die Moerser SPD

Entschlossenes Handeln zu Zeiten der Corona Krise ist angesagt, dafür lässt man sich gerne feiern. In weiser Voraussicht wird reagiert auf eine sich abzeichnende Rezession ausgelöst durch die Corona Pandemie. Kurzarbeitergeld, ein bewährtes Instrument um Insolvenzen zu verhindern, um Beschäftigte in Arbeit zu halten. Begrüßenswert ja, aber dann schaut man genauer hin und nimmt zur Kenntnis, dass die Arbeitnehmer 60 % ihres letzten Einkommens als Kurzarbeitergeld bekommen. Was heißt das den konkret, hier zum Beispiel am Niederrhein für Servicekräfte in der Hotellerie und Gastronomie, die ganz besonders unter den Folgen der Corona Pandemie leidet? 1854 € ist das Durchschnittsgehalt einer Servicekraft, davon bleiben netto rund 1426 €. 60 % von 1.854 sind 1.112 Kurzarbeitergeld davon bleiben netto noch 943 € also habe wir da ein Minus von fast 500 € in der Haushaltskasse. Wie bitte schön, soll das jemand auffangen, der mit Miete, Nebenkosten, etc. Fixkosten von rund 850 bis 900 € hat? Und jetzt kommt es, den Arbeitgebern sollen aber 100 % der Sozialversicherungsbeträge erstattet werden, die paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlt werden. Was soll das? Mit Recht so Harald Hüskes Vorsitzender der Moerser SPD fordern die Gewerkschaften diese soziale Schieflage umgehend auszugleichen. Das Kurzarbeitergeld muss auf   80 % angehoben werden, auch dann fehlen beim oben genannten genannten Einkommen noch gut 200 € in der Haushaltskasse, die nicht mal so eben zu verkraften sind. Klar für manch einen der an diesen Referentenentwürfen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales arbeiten, sind 200 € natürlich die berühmten Peanuts, die man leicht mal so eben wegsteckt.