SPD besucht die Leitstelle der Feuerwehr im Kreis Wesel

Mitglieder der SPD-Fraktion aus dem Rat der Stadt besuchten die Kreisleitstelle. Aktueller Anlass war das Bedürfnis, sich zu informieren: Wie ist die Kreisleistelle auf Krisensituationen vorbereitet, die unvermittelt bis hin zu einem Black-out die Bevölkerung und die kritische Infrastruktur treffen würden?

Begrüßt wurden Anja Reutlinger aus dem Fraktionsvorstand der Moerser SPD und ihre Begleiter Thomas Wenzel, Reinhard Weichelt, Hanna Gewinner und Fabian Hoffmann von Arno Hoffacker, dem Leiter der Kreisleistelle. Anja Reutlinger: „Beim Anblick der Einsatzfahrzeuge erinnert sich so mancher an seinen Kindertraum, Feuerwehrmann zu werden, der heutzutage Gottseidank in den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehren vor Ort immer öfter auch ein Mädchentraum geworden ist.“ Ohne ehrenamtliches Engagement, das war allen klar, wären die Feuerwehren als Teil der kritischen Infrastruktur nicht einsatzbereit. Den Besuchern aus Moers wurde das Lagezentrum vorgestellt. Hier werden Disponenten ausgebildet, die in der Lage sind, blitzschnell bei einem Anruf auf die Schilderung einer „Lage“, einer Gefahrensituation zu reagieren: wer muss wohin fahren, wie viele Einsatzwagen sind wo verfügbar, werden Sanitäter vor Ort benötigt? Jede „Lage“ ist neu zu beurteilen. Dazu sitzen Disponenten vor jeweils 7 Bildschirmen, hier laufen alle Anrufe ein, die über die 112 reinkommen, in 24 Stunden an allen 7 Tagen der Woche. Von hier aus werden alle Feuerwehren im Kreis Wesel koordiniert. Eine mobile Kreisleitstelle steht ebenfalls Tag und Nacht bereit, es kann im Ernstfall sofort ausrücken, damit die Disponenten vor Ort eine „Lage“ koordinieren können. Es wurde schnell deutlich, wie umfassend, wie breit gefächert die Anforderungen an die Mannschaft sind, die fortlaufend geschult wird und sich weiterbildet. Dazu gehört auch körperliche Fitness, die unabdingbar ist, um durchgehende Fitness in den zwölfstündigen Schichten gewährleisten zu können.

Wie es der Zufall will, wird die entspannte Lage plötzlich auf „rot“ hochgefahren, aus Krefeld wird ein Garagenbrand gemeldet und Hilfe aus dem Nachbarreis Wesel angefordert. Innerhalb von 2 Minuten rücken Einsatzfahrzeuge aus, wird der Bedarf von Kranken-, Notarztwagen abgefragt. Ziel ist, immerzu gewährleiste, dass innerhalb von 8 bis maximal 12 Minuten Einsatzkräfte vor Ort sind. Anja Reutlinger: „Es war beeindruckend zu erleben, welche Infrastruktur für Not- und Krisenfällen bereitsteht, die uns Bürgern das Gefühl gibt, gut geschützt zu sein. Bewusst ist uns auch, gerade in diesen Zeiten, in denen der Krieg nach Europa zurückgekehrt ist, dass gerade eine einsatzbereite Feuerwehr, gut ausgestattet zur Daseinsfürsorge, zur kritischen Infrastruktur gehört, die es zu schützen gilt.“